Unser Demeter Biohof auf der Schwäbischen Alb in Granheim bei Ehingen 


Biohof Rapp, Schwäbische Alb

 

42 ha Ackerland, 24 ha Grünland und 4 ha Wald bewirtschaftet der Biohof Rapp auf 660 bis 770 m ü. NHN der schwäbischen Alb. Sein Ziel ist den Ackerboden zu verbessern und den Humusgehalt auf 10 % zu steigern. Die Bearbeitung des Ackerlandes erfolgt seit 30 Jahren pfluglos mit einer Bearbeitungstiefe von 5 cm. Die gesamten Erntereste sowie Kompost und Zwischenfrüchte bleiben als Mulchschicht auf dem Boden liegen. Dem hohen Regenwurmbesatz und den Bodenlebewesen wird so sehr viel organisches Material zur Verfügung gestellt. Alte Sorten, wie Dinkel „Oberkulmer Rotkorn“, werden im Mischfruchtanbau ausgesät.

Restholz aus der Landschaftspflege wird auf dem Betrieb mit einem "Kon –Tiki" zu aktivierter Pflanzenkohle verarbeitet und dient der Bodenverbesserung. Ein Kilogramm Kohle kann bis zu 5 Liter Wasser speichern. Ein besonderes Augenmerk des Betriebes ist die CO² Bindung. Je höher der Humusgehalt, desto höher ist die CO² Bindung im Boden. Der Betrieb ist Partnerbetrieb des schweizerischen Bodenfruchtbarkeitsfonds-Bio, arbeitet biologisch-biodynamisch und ist Demeter zertifiziert.

Der Biohof Rapp vermarktet seine Ackerfrüchte als Körner, Flocken und Mehl im Direktverkauf und erzeugt sein gesamtes Saatgut selbst.  Die Wiesen werden zwei Mal gemäht und sind sehr blütenreich. Die Zweinutzungshühner Les Bleues passen hervorragend in sein Betriebskonzept



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gesunde menschen 

Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte. Meine war bisher ist alles andere als gewöhnlich. Ich bin mehr als einmal gestolpert und hingefallen, besonders in der Anfangszeit. Was mich aber immer wieder dazu gebracht hat, aufzustehen, war der Wunsch, meine Fähigkeiten zu perfektionieren und mir als Experte auf meinem Gebiet einen Namen zu machen.

Selbst jetzt bilde ich mich immer noch weiter und lerne mit jeder neuen Herausforderung etwas neues dazu. Heutzutage ist es mein Ziel, Menschen wie dir dabei zu helfen, die Grundlage für einen nachhaltigen Erfolg zu schaffen.

 Wir sind erfahren, verlässlich sowie fokussiert auf gute Ergebnisse und wissen es zu schätzen, mit großartigen Kunden zusammenzuarbeiten.


Dietmar Rapp

 

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Hofportrait: Dietmar Rapp bringt ein unglaubliches Fachwissen mit, welches er in die Bewirtschaftung seines Hofes einfliessen lässt. Besonders bekannt ist der Hof für seine artenreichen Blumenwiesen


-Auf dem Biohof Rapp wird vieles anders gemacht.-


In dieser Rubrik stellen wir jeweils einen Partnerbetrieb des Bodenfruchtbarkeitsfonds vor. Dabei ist es uns wichtig, den individuellen Ansatz und die jeweiligen Besonderheiten des vorgestellten Betriebs ins Zentrum zu stellen.
Auf der schönen Schwäbischen Alb in Ehingen-Granheim liegt der Biohof Rapp.
 An seinen
Blumenwiesen haben nicht nur Dietmar Rapp und seine Familie Freude.
Über 60 Pflanzenarten sorgen für eine bunte Vielfalt und für Bienen und andere Insekten für paradiesisch vielseitige Nektarflächen. Alle zehn Jahre findet auf der Schwäbischen Alb eine Blumenwiesenmeisterschaft statt. 2015 hat der Biohof Rapp den 1. Preis gewonnen. 





"Eine Dame aus der Umgebung hat daraufhin angefragt, ob Dietmar Rapp auch auf ihrem Acker eine solche Blumenwiese anlegen könnte" 


Magerwiesen sind tendenziell artenreicher als fette Wiesen.

„Mit dem Düngen muss man vorsichtig sein, 
wenn man eine vielfältige Blumenwiese haben will“, 
so Dietmar Rapp.
Die Vielfalt steckt im Boden. 
Samen können sehr lange Zeit überdauern
 und warten nur auf die passenden Bedingungen, 
um in den Keimzustand übergehen zu können.

Für Dietmar Rapp ist jede Pflanze eine Zeigepflanze, 
die durch ihr Erscheinen etwas über den Bodenzustand aussagt.
 Distel und Ampfer sind für ihn zum Beispiel Gesundungspflanzen. 
Sie treten verstärkt auf, wenn der Boden krank ist, 
um zu seiner Genesung beizutragen. 
Sie zu bekämpfen, wenn sie verstärkt auftreten,
 wäre etwas, womit man den Selbstheilungskräften des Bodens 
keinen Gefallen tut, oder sogar entgegenwirkt.

„Die  Gesundungspflanzen gehen in ihrer Ausbreitung von selbst wieder zurück, wenn sie ihre Aufgabe erfüllt haben“,
 so Dietmar Rapp. 
Die Zukunft der Landwirtschaft liegt für ihn darin, 
dass die Bauern die Sprache der Natur 
wieder besser zu verstehen lernen und es zu deuten wissen, 
wenn bestimmte Pflanzen verstärkt auftreten. 

Dann kann man auch mit nachhaltigen Methoden und ohne Chemie darauf reagieren.
Wenn ein gewisses Gleichgewicht erreicht ist,
 kehrt die Vielfalt zurück. 
Die Blumenwiesen von Dietmar Rapp 
zeigen mit ihren über 60 Pflanzenarten, 
dass ein solches Gleichgewicht auf natürliche Weise erreicht werden kann.
 Denn ausgesät hat er von den dort vorkommenden Pflanzenarten keine einzige. Sie haben als Samen im Boden geschlummert
 und sind in den Keimzustand übergegangen, 
als der Gleichgewichtszustand des Bodens es zugelassen hat.
 Die Wiese wird zweimal pro Jahr gemäht. 
Wer die Scheune von Dietmar Rapp betritt, dem weht ein unbeschreiblich wohltuender Duft entgegen. 
Das Wiesenheu ist eine Art Aromatherapie und bei den Kunden sehr beliebt.


 

Warum wissen viele Bauern oft so wenig von solchen Dingen? Dietmar Rapp sagt, die Landmaschinenhersteller wollen das nicht. Sie sind gegen pfluglose Bodenbearbeitung, wahrscheinlich weil es ihren Absatz an Landtechnik verringert. „Es gibt natürlich auch Ausnahmen, den Horsch zum Beispiel. Bei dem ist die pfluglose Bodenbearbeitung ja sein Steckenpferd.“
Dietmar Rapp hat gerade einen Birkenhain angelegt. Daraus bezieht er den Rohstoff für seine Pflanzenkohle. Die stellt er in den Abendstunden selbst her. Sein Nachbar hatte vor einigen Jahren für 20 000 EUR Pflanzenkohle gekauft und auf nur einem Acker verteilt. Die Leute hielten ihn für verrückt. „Jetzt, als es so trocken war und man an dem Acker vorbeifuhr, da war der immer grün – gigantisch. Ein Kilo Kohle kann fünf Liter Wasser speichern.“ Man merkt ihm die Begeisterung an, wenn er über Pflanzenkohle spricht. Nach und nach sollen alle Flächen mit Pflanzenkohle behandelt werden. 

Dietmar Rapp bewirtschaftet 72 Hektar im Nebenerwerb,
und hält 600 Legehennen der alten
Rasse Les Bleues. 

Das Zweinutzungshuhn Les Bleues stammt genetisch von dem Bressehuhn ab,
das wegen seiner hohen Fleischqualität in Frankreich sehr beliebt ist. 

Die Les Bleues sind keine Hybridhühner. Was sind Hybridhühner? Mitte der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde damit begonnen, Hühner in zwei Richtungen zu züchten, um einerseits die Eierproduktion und andererseits die Fleischproduktion zu steigern. Man erreichte dies durch Inzucht (Hybridzucht) und erhielt so mehr Eier pro Huhn auf der einen Seite und „schneller wachsendes Fleisch“ auf der anderen Seite. 

Bei der Inzucht ging allerdings die Fruchtbarkeit der Hühner verloren, das heisst die Lege- und Masthybride eignen sich nicht zur Weiterzucht. Dadurch stehen die meisten Bauern heute in einem Abhängigkeitsverhältnis zu Grossbrütereien, weil sie die Hybridküken kaufen müssen. Hybridhühner kommen hauptsächlich in der industriellen Landwirtschaft zum Einsatz und werden laut Wikipedia von weltweit nur vier Konzernen gezüchtet und vermarktet. 

  Der Marktanteil von Hybridhühnern liegt zurzeit bei mehr als 95%. Die Les Bleues sind nicht für die industrielle Landwirtschaft geeignet, aber sie konnten als alte Rasse ihre Fruchtbarkeit erhalten. Von 48 Eiern in der Brutmaschine schlüpfen bei Dietmar Rapp im Durchschnitt 38 Küken. Das ist ein sehr gutes Ergebnis. 


Die Les Bleues passen hervorragend in eine bäuerliche Kreislaufwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung.
 Die Hühner von Dietmar Rapp fressen fast nur, was auf den Ackerflächen des Hofes wächst. Während Hybridhühner ihr Schlachtgewicht bereits nach fünf Wochen erreichen, haben die Les Bleues ihr Schlachtgewicht erst nach 15 – 20 Wochen erreicht.

Sie wachsen also langsamer und leben länger. Und die Fleisch- und Eierqualität ist hervorragend. Die Nachfrage sowohl nach Eiern als auch nach Fleisch ist hoch und steigt weiter. Dietmar Rapp will daher in Zukunft 60 – 80 Göckel auf dem eigenen Hof grossziehen. Bisher gibt er die männlichen Küken an einen anderen Betrieb zur Mast weiter. Aber die Leute aus der Umgebung wollen gern bei ihm das Fleisch kaufen.

Auf den Flächen des Biohof Rapp wachsen neben Wiesenheu auch noch Hirse, Brotgerste, Dinkel, Roggen, Weizen, Hafer, Hanf, Erbsen, Ackerbohnen und Leindotter im Misch-
fruchtanbau. Zur Kombination aus Hanf und Leindotter kommt noch Weissklee als Untersaat  dazu. 

Wie in alten Zeiten backen die Leute in Ehingen-Granheim zusammen Brot. Wenn in dem Lokalblättchen Brotbackkurse angekündigt werden, sind sie am nächsten Tag ausgebucht. Dietmar Rapp will demnächst auf seinem Hof einen Holzbackofen bauen.

Dann kann auch auf dem eigenen Hof gebacken werden – mit dem frisch gemahlenen hofeigenen Getreide. Wir wünschen Dietmar Rapp und seiner Familie weiterhin gutes Gelingen und viel Erfolg für die Zukunft. 

Unsere Arbeit

Les Bleues

Zweinutzungs-Hühnerhaltung der französischen Gourmet-Rasse Les Bleues

  • Eier

Mischfruchtanbau

Bodenschonender pflugloser Mischfruchtanbau außerordentlich bekömmlicher Getreidesorten :

  • Dinkel
  • Weizen
  • Hafer
  • Nackthafer
  • Öllein
  • Triticale
  • Emmer
  • Ackerbohnen 
  • Leindotter 
  • Luzerne
  • Hirse
  • Hanf

Eins-zu-Eins-Betreuung





  • Dinkelmehl 
  • Weizenmehl
  • Emmermehl
  • Roggenmehl
  • Buchweizenmehl
  • Buchweizen
  • Nackthafer